DALI und DALI-2 sind keine zwei völlig unterschiedlichen Lichtsteuerungssysteme. DALI-2 ist die weiterentwickelte Fassung des DALI-Standards und erweitert ihn vor allem bei Steuergeräten, Sensoren und Eingabegeräten. Für neue Gewerbeprojekte ist DALI-2 deshalb häufig die naheliegende Wahl – vorausgesetzt, die einzelnen Komponenten passen technisch zusammen.
Im Einzelhandel, in Büros, Hotels oder Ausstellungsflächen reicht es heute selten aus, Leuchten einfach nur ein- und auszuschalten. Beleuchtungszonen müssen getrennt gesteuert, Szenen gespeichert, Helligkeiten angepasst und teilweise auch Präsenz- oder Tageslichtsensoren eingebunden werden.
Genau hier kommt DALI ins Spiel.

Was ist DALI?
DALI steht für Digital Addressable Lighting Interface. Es handelt sich um ein digitales Kommunikationsprotokoll für die Beleuchtungssteuerung.
Der wesentliche Unterschied zu einer einfachen analogen Dimmung: Eine DALI-Leuchte beziehungsweise ihr Betriebsgerät kann individuell angesprochen werden.
Dadurch lassen sich zum Beispiel einzelne Leuchten dimmen, Leuchten zu Gruppen zusammenfassen oder bestimmte Lichtszenen hinterlegen.
Das ist vor allem dann praktisch, wenn eine Fläche nicht überall gleich beleuchtet werden soll.
In einem Modegeschäft können beispielsweise Schaufenster, Verkaufsfläche, Umkleiden und Nebenräume unterschiedliche Lichtniveaus benötigen. Mit einer digitalen Steuerung lässt sich das entsprechend abbilden.
DALI basiert auf der Normenreihe IEC 62386.
Was ist DALI-2?
DALI-2 ist die Weiterentwicklung des ursprünglichen DALI-Standards.
Der Unterschied liegt weniger bei der grundlegenden Art der Lichtsteuerung als bei der Erweiterung und Standardisierung des Systems.
Während DALI ursprünglich vor allem für die Kommunikation mit Betriebsgeräten wie elektronischen Vorschaltgeräten und später LED-Treibern genutzt wurde, umfasst DALI-2 auch standardisierte Anforderungen für Control Devices und Eingabegeräte.
Dazu gehören beispielsweise:
- Präsenz- und Bewegungssensoren
- Helligkeitssensoren
- Taster und Schalter
- Steuergeräte
- Application Controller
- DALI-2-Betriebsgeräte
Damit wird DALI-2 für komplexere Beleuchtungsanlagen interessanter.
DALI vs. DALI-2: Wo liegt der praktische Unterschied?
Für die tägliche Planung lässt sich der Unterschied vereinfacht so beschreiben:
| Bereich | DALI | DALI-2 |
|---|---|---|
| Digitale Lichtsteuerung | Ja | Ja |
| Einzeladressierung | Ja | Ja |
| Gruppensteuerung | Ja | Ja |
| Szenen | Ja | Ja |
| LED-Treiber | Ja | Ja |
| Sensoren | möglich | stärker standardisiert |
| Eingabegeräte | abhängig vom System | stärker standardisiert |
| Control Devices | begrenzter Standard | umfassender definiert |
| Interoperabilität | abhängig von Komponenten | stärker standardisiert |
| Zertifizierung | je nach Produkt | DALI-2-Zertifizierung relevant |
Das bedeutet nicht, dass ein altes DALI-System plötzlich unbrauchbar ist. Für viele bestehende Anlagen funktioniert DALI weiterhin problemlos.
Bei einer neuen Anlage stellt sich jedoch die Frage, wie umfangreich die Steuerung später werden soll.

Ist DALI-2 mit DALI kompatibel?
DALI-2 wurde als Weiterentwicklung des bestehenden DALI-Systems konzipiert, aber „DALI-2 ist mit jedem DALI-Gerät kompatibel“ wäre eine zu einfache Aussage.
In einem konkreten Projekt kommt es darauf an, welche Geräte eingesetzt werden und welche Funktionen benötigt werden.
Vor allem bei einer Sanierung sollte man deshalb nicht nur auf die Aufschrift „DALI“ oder „DALI-2“ schauen.
Geprüft werden sollten unter anderem:
- LED-Treiber
- Controller
- Sensoren
- Bedienelemente
- Busversorgung
- unterstützte IEC-62386-Teile
- benötigte Steuerfunktionen
Ein System kann elektrisch funktionieren und trotzdem nicht alle gewünschten Funktionen unterstützen.
Für die Planung zählt deshalb die konkrete Gerätekombination.
Warum wird DALI-2 im Retail immer interessanter?
Im Einzelhandel ändern sich Beleuchtungsanforderungen häufig.
Eine Verkaufsfläche kann morgens anders aussehen als am Abend. Das Schaufenster benötigt möglicherweise ein anderes Lichtniveau als die Regale. Bei einem Umbau sollen Leuchten eventuell neu gruppiert werden, ohne die komplette Installation zu verändern.
Mit einer digitalen Steuerung lässt sich vieles davon über die Steuerung lösen.
Typische Bereiche sind:
- Schaufenster
- Verkaufsfläche
- Warenpräsentation
- Kassenbereich
- Umkleidekabinen
- Eingangsbereich
- Lager und Nebenräume
Gerade bei Filialkonzepten ist eine klar definierte Steuerungsarchitektur hilfreich. Wenn mehrere Standorte nach einem ähnlichen Konzept gebaut werden, lassen sich Planung und Inbetriebnahme besser standardisieren.

Was bringt DALI-2 bei Sensoren?
Hier liegt einer der interessanteren Unterschiede zwischen klassischem DALI und DALI-2.
Sensoren und andere Eingabegeräte sind bei DALI-2 stärker innerhalb des Standards berücksichtigt.
Ein Präsenzsensor kann beispielsweise erkennen, ob ein Bereich genutzt wird. Ein Helligkeitssensor kann die vorhandene Tageslichtmenge berücksichtigen.
Die Beleuchtung kann darauf reagieren, ohne dass jede Änderung manuell vorgenommen werden muss.
In einem Büro könnte das bedeuten:
Tageslicht vorhanden → weniger künstliches Licht.
Arbeitsbereich belegt → Beleuchtung aktiv.
Bereich nicht belegt → Licht reduzieren oder ausschalten.
Im Einzelhandel ist die Logik etwas anders, weil bestimmte Bereiche während der Öffnungszeiten dauerhaft beleuchtet sein müssen. Trotzdem können Sensorik und Zeitsteuerung beispielsweise für Nebenräume, Lager oder Flure sinnvoll sein.
Spart DALI-2 automatisch Energie?
Nein. DALI-2 selbst spart keine Energie. Die Einsparung entsteht durch die Art, wie die Beleuchtung gesteuert wird.
Ein digital steuerbares System kann beispielsweise:
- unnötige Betriebszeiten reduzieren
- Beleuchtungsstärken anpassen
- Tageslicht nutzen
- ungenutzte Bereiche herunterdimmen
- unterschiedliche Zeitprogramme verwenden
Wie viel Energie tatsächlich eingespart wird, hängt deshalb stark vom Gebäude und vom gewählten Steuerungskonzept ab.
Ein gut geplantes DALI-2-System kann den Energieverbrauch reduzieren. Eine DALI-2-Installation ohne sinnvolle Steuerungslogik tut das nicht automatisch.

Welche Rolle spielt der LED-Treiber?
Der LED-Treiber ist ein wichtiger Teil des Gesamtsystems.
Bei einem DALI-2-Projekt sollte deshalb nicht nur geprüft werden, ob der Treiber dimmbar ist.
Interessanter sind Fragen wie:
- Wie weit lässt sich die Leuchte herunterdimmen?
- Wie verhält sich die Dimmung im unteren Bereich?
- Gibt es sichtbares Flimmern?
- Wie schnell reagiert der Treiber?
- Wie verhält sich die Leuchte beim Ein- und Ausschalten?
- Welche DALI-Funktionen werden unterstützt?
- Passt der Treiber zur vorgesehenen Steuerung?
Gerade bei hochwertigen Retail-Projekten fällt ein schlechtes Dimmverhalten schnell auf.
Wenn mehrere Leuchten einer Gruppe gleichzeitig gedimmt werden, sollten sie möglichst gleich reagieren. Unterschiedliche Einschaltpunkte oder sichtbare Helligkeitssprünge können sonst die Lichtwirkung beeinträchtigen.
Worauf sollte man beim Einkauf von DALI-2-Leuchten achten?
Die Bezeichnung „DALI-2“ allein reicht für eine technische Spezifikation nicht aus.
Bei der Auswahl sollte man das konkrete Produktdatenblatt und – soweit relevant – den Zertifizierungsstatus prüfen.
Sinnvoll sind mindestens folgende Angaben:
| Prüfpunkte | Was sollte geklärt werden? |
|---|---|
| DALI-2 | Ist das konkrete Gerät entsprechend zertifiziert? |
| LED-Treiber | Welches Betriebsgerät ist verbaut? |
| Dimmkurve | Wie verhält sich die Leuchte beim Dimmen? |
| Minimaler Dimmwert | Wie weit kann gedimmt werden? |
| Sensorik | Welche Sensoren sollen eingebunden werden? |
| Controller | Welcher Controller übernimmt die Logik? |
| Gruppen | Wie sollen Leuchten zusammengefasst werden? |
| Szenen | Welche Lichtszenen werden benötigt? |
| Erweiterung | Kann das System später erweitert werden? |
Bei größeren Projekten lohnt es sich, diese Punkte bereits in der Ausschreibung festzulegen.

Braucht jedes DALI-2-Projekt einen Sensor?
Nein.
DALI-2 kann auch ohne Sensorik eingesetzt werden.
Eine einfache Installation könnte beispielsweise nur aus DALI-2-LED-Treibern und einem Controller bestehen.
Sensoren werden interessant, wenn die Beleuchtung auf die Nutzung des Raums oder auf das vorhandene Tageslicht reagieren soll.
Für eine kleine Verkaufsfläche kann eine manuelle oder zeitgesteuerte Steuerung völlig ausreichend sein. In einem großen Bürogebäude mit vielen Arbeitsplätzen sieht die Situation anders aus.
Die Steuerung sollte deshalb zur tatsächlichen Nutzung des Gebäudes passen.
DALI oder DALI-2 für ein neues Retail-Projekt?
Für einen Neubau oder eine komplett neue Retail-Installation ist DALI-2 meist die sinnvollere Ausgangsbasis, wenn Sensoren, Eingabegeräte oder eine umfangreichere Steuerung vorgesehen sind.
Bei einem kleinen Projekt mit wenigen Leuchten kann auch ein einfacheres DALI-System ausreichend sein.
Entscheidend sind deshalb nicht allein die Begriffe DALI und DALI-2, sondern die Anforderungen des Projekts.
Ein typisches Retail-Projekt sollte vor der Bestellung zumindest diese Fragen beantworten:
- Wie viele Leuchten werden installiert?
- Welche Bereiche sollen getrennt gesteuert werden?
- Werden Sensoren benötigt?
- Welche Szenen sind vorgesehen?
- Wie weit sollen die Leuchten gedimmt werden?
- Soll die Anlage später erweitert werden?
- Wer übernimmt die Inbetriebnahme?
Wenn diese Punkte klar sind, wird die Auswahl der Komponenten wesentlich einfacher.
Wie sieht eine typische DALI-2-Installation aus?
Eine einfache Systemarchitektur kann beispielsweise so aussehen:
LED-Leuchten → DALI-2-Treiber → DALI-Bus → Controller → Sensoren und Bedienelemente
Je nach Projekt kommen weitere Komponenten hinzu.
Bei einem größeren Retail-Projekt können beispielsweise mehrere Beleuchtungsgruppen und Sensoren über einen zentralen Controller verwaltet werden.
Wichtig ist, dass die Systemarchitektur bereits vor der Bestellung festgelegt wird. Nachträgliche Änderungen sind möglich, können aber unnötigen Planungs- und Inbetriebnahmeaufwand verursachen.

Was ist bei DALI-2 in der Planung häufig problematisch?
Nur nach dem Preis auswählen
Ein günstiger LED-Treiber ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung, wenn später Probleme bei Dimmung oder Inbetriebnahme entstehen.
DALI-2 als reine Produkteigenschaft betrachten
DALI-2 betrifft nicht nur den LED-Treiber. Bei einem umfangreicheren System müssen Treiber, Controller, Sensoren und Eingabegeräte zusammenspielen.
Sensoren zu spät einplanen
Wenn Sensoren erst nach der Leuchtenplanung berücksichtigt werden, kann die gewünschte Steuerungslogik unnötig kompliziert werden.
Dimmung nicht testen
Besonders bei Retail-Leuchten sollte das reale Dimmverhalten vor größeren Bestellungen geprüft werden.
Keine Dokumentation erstellen
Bei einer Filiale mit einigen hundert Leuchten kann später niemand sinnvoll arbeiten, wenn Gruppen, Adressen und Szenen nicht dokumentiert wurden.
Welche IEC-62386-Normen sind 2026 relevant?
DALI-2 ist Teil der Normenreihe IEC 62386. Die einzelnen Teile behandeln unterschiedliche Bereiche des Systems.
Für die Planung sind unter anderem die allgemeinen Anforderungen an Systemkomponenten und Control Devices relevant.
IEC 62386-101:2022 beschreibt allgemeine Anforderungen für Systemkomponenten.
IEC 62386-103:2022 behandelt allgemeine Anforderungen für Control Devices.
Die Normenreihe wird außerdem weiterentwickelt. IEC 62386-351:2025 behandelt beispielsweise Control Devices, die in oder an Leuchten installiert werden können.
Für Planer und Einkäufer bedeutet das vor allem eines: Bei einer neuen Ausschreibung sollte nicht nur ein pauschales „DALI-2“ gefordert werden. Besser ist es, die tatsächlich benötigten Funktionen und die entsprechenden technischen Anforderungen zu definieren.
Was sollte in einer DALI-2-Ausschreibung stehen?
Eine gute Ausschreibung sollte möglichst konkret sein.
Dazu gehören beispielsweise:
- DALI-2-Anforderungen
- benötigte Betriebsgeräte
- Dimmumfang
- gewünschte Steuerfunktionen
- Sensorik
- Gruppenbildung
- Szenen
- Controller
- Schnittstellen
- Inbetriebnahme
- Dokumentation
Je genauer die Anforderungen formuliert sind, desto geringer ist das Risiko, dass verschiedene Anbieter zwar alle „DALI-2“ anbieten, ihre Systeme aber unterschiedliche Funktionen unterstützen.

DALI oder DALI-2: Was ist nun die richtige Wahl?
DALI bleibt eine etablierte digitale Lichtsteuerung. DALI-2 entwickelt dieses Konzept weiter und standardisiert zusätzliche Bereiche wie Control Devices und Eingabegeräte.
Für bestehende Anlagen kann DALI weiterhin eine gute Lösung sein.
Bei neuen gewerblichen Projekten bietet DALI-2 dagegen eine interessante Grundlage, wenn eine Anlage mit Sensoren, Bedienelementen und einer flexibleren Steuerungslogik geplant wird.
Die eigentliche Entscheidung sollte deshalb nicht lauten:
„DALI oder DALI-2 – welches Logo steht auf dem Produkt?“
Sinnvoller ist die Frage:
„Welche Funktionen brauchen wir im Projekt und können alle ausgewählten Komponenten diese Funktionen zuverlässig gemeinsam umsetzen?“
Genau diese Prüfung entscheidet am Ende darüber, ob eine DALI-2-Installation im täglichen Betrieb wirklich gut funktioniert.
DALI-2 ist nicht einfach „besser“, sondern eine weiterentwickelte Version des DALI-Standards. Der wesentliche Fortschritt liegt in der stärkeren Standardisierung von Control Devices, Sensoren und Eingabegeräten. Für neue Projekte mit umfangreicher Steuerung bietet DALI-2 dadurch mehr Möglichkeiten.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Erweiterung des Standards. DALI wurde ursprünglich vor allem für die digitale Kommunikation mit Betriebsgeräten entwickelt. DALI-2 definiert zusätzlich Anforderungen für Steuergeräte und Eingabegeräte und verbessert damit die Grundlage für herstellerübergreifende Systeme.
Das hängt vom konkreten Gerät und der benötigten Funktion ab. DALI-2 wurde als Weiterentwicklung des DALI-Systems entwickelt, trotzdem sollte die Kompatibilität der konkreten Komponenten geprüft werden. Für eine Ausschreibung ist deshalb die Angabe des genauen Gerätetyps und der unterstützten Funktionen sinnvoller als eine pauschale Kompatibilitätsaussage.
Nein, „DALI-2“ bedeutet nicht automatisch, dass jede Funktion zwischen beliebigen Geräten funktioniert. Entscheidend sind die Geräteklasse, die unterstützten IEC-62386-Funktionen und die Systemarchitektur. Bei größeren Projekten sollte die geplante Kombination vor der Bestellung getestet werden.
Nicht unbedingt. Wenn nur wenige Leuchten gedimmt werden sollen und keine komplexe Sensorik oder Steuerungslogik erforderlich ist, kann ein einfaches DALI-System ausreichend sein. DALI-2 wird vor allem interessant, wenn mehrere Geräteklassen und zusätzliche Steuerungsfunktionen zusammenkommen.
DALI-2 selbst reduziert den Energieverbrauch nicht automatisch. Energieeinsparungen entstehen durch die Steuerungsfunktionen, beispielsweise durch Tageslichtregelung, Präsenzsteuerung, Zeitprogramme oder eine bedarfsgerechte Dimmung.
Die mögliche Anzahl hängt von der verwendeten DALI-Architektur und den eingesetzten Komponenten ab. Bei der Planung müssen unter anderem Busversorgung, Adressierung, Gruppen, Controller und die gewünschte Systemstruktur berücksichtigt werden. Für größere Anlagen wird die Installation deshalb meist in mehrere DALI-Linien oder entsprechend geplante Bereiche aufgeteilt.
Ja. Die stärkere Standardisierung von Sensoren und anderen Input Devices gehört zu den wesentlichen Weiterentwicklungen von DALI-2. Je nach Projekt können beispielsweise Präsenz-, Bewegungs- und Helligkeitssensoren eingesetzt werden.
Ja. DALI-2 kann mit standardisierten Input Devices wie Präsenz- oder Bewegungssensoren eingesetzt werden. Die konkrete Funktion hängt jedoch vom Sensor, Controller und der gewählten Systemarchitektur ab.
Ja, sofern geeignete Sensoren und eine entsprechende Steuerungslogik vorgesehen sind. Ein Helligkeitssensor kann die vorhandene Tageslichtmenge erfassen und die künstliche Beleuchtung entsprechend anpassen.
Ja. DALI-2 eignet sich besonders für Retail-Projekte, bei denen Verkaufsfläche, Schaufenster, Regale, Kassenbereiche und Nebenräume unterschiedlich gesteuert werden sollen. Auch Szenen, Zeitprogramme und Sensorik lassen sich in eine entsprechende Systemarchitektur integrieren.
Ja. In Bürogebäuden kann DALI-2 beispielsweise für Präsenzsteuerung, Tageslichtregelung, Gruppensteuerung und unterschiedliche Lichtszenen eingesetzt werden. Die tatsächliche Konfiguration sollte an die Nutzung und Raumaufteilung angepasst werden.
Ja. DALI-2 kann auch bei Modernisierungen eingesetzt werden. Vorher sollte allerdings geprüft werden, welche Verkabelung, LED-Treiber und Steuerkomponenten bereits vorhanden sind. Bei einer Sanierung ist die vorhandene Systemarchitektur meist der Ausgangspunkt für die weitere Planung.
Ja. Der LED-Treiber beeinflusst Dimmverhalten, Mindesthelligkeit, Einschaltverhalten und die Kommunikation mit dem Steuerungssystem. Deshalb sollte bei einer DALI-2-Leuchte immer geprüft werden, welcher Treiber tatsächlich eingesetzt wird und welche Funktionen er unterstützt.
Eine DALI-2-Zertifizierung zeigt, dass das konkrete Produkt die für seine Geräteklasse geltenden Anforderungen des DALI-2-Zertifizierungsprogramms erfüllt. Beim Einkauf sollte trotzdem geprüft werden, welche Funktionen das konkrete Produkt unterstützt.
Nein. DALI-2 ist grundsätzlich ein kabelgebundenes digitales Lichtsteuerungssystem. Die Kommunikation erfolgt über den DALI-Bus. Drahtlose Systeme wie Bluetooth Mesh oder andere Funklösungen verfolgen einen anderen technischen Ansatz.
DALI verwendet eine Zweidraht-Busleitung für die Kommunikation und Versorgung der entsprechenden Buskomponenten. Bei Neubau und Sanierung sollten Leitungsführung, Spannungsversorgung und die Anforderungen der konkreten Installation bereits in der Elektroplanung berücksichtigt werden.
Ja, DALI-2 und KNX können in einer Gebäudeautomation miteinander verbunden werden. Dafür wird eine entsprechende Schnittstelle beziehungsweise ein Gateway benötigt. DALI übernimmt dabei die Lichtsteuerung, während KNX beispielsweise für die übergeordnete Gebäudeautomation verwendet werden kann.
Ja. Über geeignete Controller, Gateways oder übergeordnete Systeme kann DALI-2 in eine Gebäudeautomation beziehungsweise ein Building Management System integriert werden. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von den eingesetzten Komponenten und der gewählten Systemarchitektur ab.
Neben Leistung, Lichtstrom, Lichtfarbe und optischer Qualität sollten auch DALI-2-Status, LED-Treiber, Dimmumfang, Mindesthelligkeit, Flickerverhalten, unterstützte Funktionen und die Kompatibilität mit dem geplanten Controller geprüft werden.
Bei Retail-Projekten sollte die Steuerung gemeinsam mit der Lichtplanung entwickelt werden. Vor der Bestellung sollten Beleuchtungszonen, Gruppen, Szenen, Sensoren, Dimmlevel und die spätere Erweiterbarkeit festgelegt werden. Dadurch lassen sich Probleme bei der Inbetriebnahme vermeiden.
Für ein neues Projekt mit Sensoren, mehreren Steuerungsebenen und einer flexiblen Lichtsteuerung ist DALI-2 eine naheliegende Option. Bei kleineren oder bestehenden Anlagen kann klassisches DALI weiterhin ausreichend sein. Entscheidend sind die konkreten Anforderungen des Projekts und die Kompatibilität der ausgewählten Komponenten.
Beides sollte betrachtet werden, aber eine reine Preisentscheidung greift zu kurz. Eine professionelle Ausschreibung sollte zunächst die benötigten Funktionen und technischen Anforderungen festlegen. Erst danach lassen sich Produkte und Preise sinnvoll vergleichen.
Besonders bei größeren Projekten lohnt sich ein Praxistest der vorgesehenen Kombination aus Leuchte, LED-Treiber, Controller und Sensorik. Dabei sollten unter anderem Dimmverhalten, Szenenwechsel, Reaktionszeiten und die Kommunikation zwischen den Komponenten geprüft werden.
und standardisiert zusätzliche Bereiche wie Control Devices, Sensoren und Eingabegeräte. Für neue gewerbliche Projekte mit höherem Steuerungsbedarf ist DALI-2 deshalb besonders interessant.
Bei der Produktauswahl sollte aber nicht nur „DALI-2“ auf dem Datenblatt stehen. Entscheidend ist, ob Leuchte, LED-Treiber, Controller, Sensoren und Bedienelemente als Gesamtsystem zuverlässig zusammenarbeiten.